Darkyn: Blindes Verlangen (German Edition) by Viehl Lynn

Darkyn: Blindes Verlangen (German Edition) by Viehl Lynn

Author:Viehl, Lynn [Viehl, Lynn]
Language: deu
Format: epub
Tags: Roman
Publisher: VGS Egmont
Published: 2011-08-03T22:00:00+00:00


11

Da Richard jetzt John als Geisel hatte, blieb Alex nichts anderes übrig, als ihren Plan aufzugeben, aus Dundellan zu fliehen. Sie verbrachte einen Tag damit, Richards Blut- und Gewebeproben zu analysieren, während sie überlegte, wie sie den Highlord dazu bringen konnte, ihren Bruder in die Staaten zurückkehren zu lassen. Die Ratten in ihrem Gehirn wollten jedoch nicht durch diesen Irrgarten laufen.

Sie konnte nur an ihren Geliebten denken und daran, wo er war und warum zur Hölle er noch nicht gekommen war, um sie zu holen.

Die Trennungsunruhe war schlimm geworden. Zweimal war sie versucht gewesen, ihren Kopf an ein teures Gerät zu schlagen, um sich davon abzuhalten, an Michael zu denken, sich zu wünschen, Michael zu sehen oder die anderen Symptome des Zustands loszuwerden, den sie inzwischen als totalen Michael-Cyprien-Entzug betrachtete.

Wenn sie wieder zusammen waren, dann würde sie mit Michael ein langes Gespräch darüber führen, was es bedeutete, eine Sygkenis zu sein. Diesmal würde er ihr alles erzählen, weil sie so einen kalten Entzug nicht noch mal durchmachen wollte.

Andere Ablenkungen halfen. Korvel hatte zwei Wachen vor dem Labor postiert, aber der Hauptmann kam persönlich mehrmals am Tag, um nach ihr zu sehen. Der Morgen graute schon, als er eine ungewöhnliche Bitte äußerte.

»Lady Elizabeth möchte wissen, was für Fortschritte Sie machen«, sagte der Seneschall, während er den Messbecher mit Flüssigkeit betrachtete, aus dem sie etwas in Röhrchen füllte. »Was tun Sie da?«

»Ich mische etwas Plastiksprengstoff zusammen, damit ich diesen Ort zum Mars pusten kann.« Sie sah ihn unschuldig an. »Sie haben nicht zufällig ein Stück Zündschnur dabei?«

»Nehmen Sie das ernst, Doktor.«

»Sie wissen, was ich hier mache, Hauptmann.« Alex druckte die ersten Profilseiten aus dem Analysegerät aus. »Gewebebiopsien, Standard-Bluttests und ein bisschen genetische Detektivarbeit. Jetzt gerade zerlege ich das Blut Ihres Herrn und Meisters in einzelne Komponenten. Wer ist diese Lady Elizabeth?«

»Sie ist die Frau meines Lords.«

»Er ist verheiratet?« Alex dachte sofort an Eliane. Arme Blondie, verliebt in ein untreues Monster. »Seit wann?«

»Ich glaube, das Aufgebot wurde 1234 bestellt.« Er stand unruhig hinter ihr und blickte auf den ordentlichen Stapel Berichte, die aus dem Drucker kamen. »Können Sie davon Kopien machen?«

»Sicher.« Sie drückte ein paar Tasten, um einen weiteren Satz auszudrucken. »Allerdings rufen Sie besser einen Facharzt dazu, wenn Sie Lady Liz das geben. Ich bezweifle, dass sie es entschlüsseln kann.«

»Mylady weiß einiges über den Zustand des Meisters«, sagte Korvel, »und will über jeden Ihrer Fortschritte informiert werden.«

»Wenn ich denn welche mache. Heute habe ich nur herausgefunden, dass Ihr Meister eigentlich tot sein müsste.« Sie druckte den zweiten Satz Berichte aus und schob sie zu einem Stapel zusammen. »Wo ist diese Frau? Ich möchte gerne diejenige kennenlernen, die es erträgt, siebenhundert Jahre mit diesem Bastard und seinem Scheiß verheiratet zu sein. Sie muss über ausgesprochen viel Geduld verfügen.«

»Lady Elizabeth residiert im Westflügel.« Korvel streckte die Hand aus. »Ich werde ihr die Berichte bringen.«

»Ehrlich, es wäre wirklich hilfreich, wenn ich mit ihr sprechen könnte.« Alex spürte, wie sich der Haarknoten an ihrem Hinterkopf ein wenig löste, doch sie ließ sich weiterhin nichts anmerken. »Richard behauptet, er leide an unregelmäßigen Blackouts, seit er ein Veränderter ist.



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